Lernpark: COROONING

Lernpark: COROONING

Mirjam Strunk, Cordula Körber

Ein Projekt von Schüler*innen des Herwig-Blankertz-Berufskollegs mit Mirjam Strunk und Cordula Körber

Am Anfang des Projektes stand die Frage: Was will ich wirklich lernen? (Teil 1_2019) Was wäre, wenn es keine Schule gäbe? Was ist mir dann wirklich wichtig im Leben? Was brauche ich, um es zu erreichen? Was will ich dafür von wem, wo und wie lernen?
Am Ende des Projektes steht die Frage: Was hat mich Corona gelehrt? (Teil 2_2020) Wie hat Corona mich und mein Leben verändert? Was ist mir wichtig(er) oder klarer geworden in diesem Zustand des Cocoonings? Was will ich durch/ seit/ von Corona lernen?
Von „Lernen ohne Schule“ zu „Lernen durch Corona“ – mit dieser Entwicklung und ihren Fragen begaben sich 24 Schüler*innen in Schreibwerkstätten, Rauminstallationen und Bauworkshops auf die Suche nach ihren persönlichen Lernfächern. Statt der ursprünglich geplanten Rauminstallation „basecamp“, präsentieren die sie nun abschließend das Fotoprojekt „Corooning“. Neben ersten, gefundenen Antworten, stehen neue Fragen im Mittelpunkt: Draußen ist Corona, was ist in mir drinnen? Allein im Cocoon: Wovon will ich weg? Wo will ich hin? Was brauche ich dafür? Was zeigt sich?

Die Präsentation wird noch im Juni 2020 auf der Website der Ruhrfestspiele veröffentlicht.

Mirjam Strunk ist Theatermacherin, Systemische Beraterin und Coach. Ihre Arbeit verknüpft systemische Befragung mit künstlerischer Gestaltung und erfahrungsorientierter Vermittlung. Als Autorin und Regisseurin entwickelt sie Theaterprojekte, Kunstinstallationen und Hörstücke.
Cordula Körber ist Szenografin. Ihr Interesse gilt Räumen und wie Räume ein Publikum beeinflussen, leiten und unterhalten können. Neben Bühnenbildern entwirft sie auch temporäre Raumkonzepte für Festivals, Ausstellungen und Theater.
Die Künstlerinnen verbindet eine jahrelange Zusammenarbeit. Die gemeinsamen Projekte sind auf der Bühne, in performativen Rauminstallationen und in Form von Ausstellungen zu sehen.

Mentor*innen: Mirjam Strunk, Cordula Körber
Lehrkraft: Maren Grimm, Michael Fels

Besonderer Dank gilt Maren Grimm und Michael Fels für die tatkräftige Unterstützung.

Lernpark
Ein kulturelles Bildungsprojekt

In einer sich rapide verändernden, global vernetzten Welt, in der sich Wissensinhalte stetig neu strukturieren, ist eine große Flexibilität und Kreativität im Umgang mit Veränderungen und Herausforderungen erforderlich.
Das Projekt „Lernpark“ knüpft hier an und stellt die Frage nach Wegen der Bildung neu. Es rückt dabei die Fähigkeiten und Interessen der Schüler*innen und ihre individuelle Entwicklung, angestiftet von persönlichen Fragestellungen, ins Zentrum. Angesichts einer weltweiten Pandemie wird die Dringlichkeit selbstbestimmte (Lern-)Wege zu finde umso deutlicher.
Seit den Ruhrfestspielen 2019 gehen Schüler*innen von vier Recklinghäuser Schulen gemeinsam mit Mentor*innen aus Kunst und Kultur den Fragen nach, wie Gesellschaft mitgestaltet und der eigene, selbstbestimmte (Lern-)Weg gefunden werden kann. Sie entwickeln seitdem in kontinuierlicher Arbeit vier Projekte zu unterschiedlichen Fragestellungen.
Die sehr verschiedenen künstlerischen Umsetzungen hätten die Ruhrfestspielbesucher*innen während der Ruhrfestspiele 2020 zu sehen bekommen. Jetzt erarbeiten die Gruppen digitale Alternativen, um so den Besucher*innen trotz Ausfall der Festspiele die Projekte noch in diesem Sommer oder im Herbst 2020 präsentieren zu können.

An den Projekten sind rund 100 Jugendliche aus der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, dem Herwig-Blankertz-Berufskolleg, der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule sowie dem Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg beteiligt. Die Gesamtleitung des Projekts übernehmen Carina Langanki und Emel Aydoğdu von transkript’09, die ihrerseits bereits vielseitige Erfahrungen mit der Durchführung großer Jugendprojekte haben.

Mentor*innen: dorisdean, Mirjam Strunk und Cordula Körber, Ulrike Franke und Michael Loeken, Ali Can
Projektkoordination: Emel Aydoğdu, Carina Langanki
Projektbegleitung: Team Junge Ruhrfestspiele
Dokumentation: Sina Langner

Gefördert durch die Stiftung Mercator

Stiftung Mercator Blau Rgb

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