Profil und Kontakt

Die Ruhrfestspiele treibt der Wunsch an, Festspiele für alle zu sein. Wir verstehen Theater für Kinder und Jugendliche und das Kreieren von spannenden Workshop- und Projektformaten mit Kindern und Jugendlichen als zentrale Säule der Festspiele. Wir gehen davon aus, dass der Mensch echte Orte für Erfahrung, Gestaltung und Auseinandersetzung braucht. Dass der Mensch neben Secondhand-Erfahrungen in virtueller Realität auch das Erfahren ohne Zwischenfilter braucht. Dass Theater ein Ort für Herausforderungen, Überschreitungen von Grenzen und Tabus, Ringen um Wahrheit und Bedeutungen, kritische Reflexion und lustvoll schöpferische Gestaltung ist.
Dass Kunst Menschen zum Handeln und Sprechen, im Sinne von Empowerment und Partizipation, bringt. Dass sie eine zentrale Ausdrucksform des menschlichen Seins ist. Dass Kunst also Bildung in einem fundamentalen Verständnis ist, in dem Bildung immer Selbstbildung und Grundlage für ein funktionierendes, erfüllendes soziales Miteinander ist.

Wenn dem so ist, muss jeder Mensch das Recht haben Zugang zu Kunst und Kultur zu erhalten, auch und gerade in Krisenzeiten. Dann müssen Orte der Kunst sich verpflichten, Angebote zu schaffen, Teilhabe zu ermöglichen, Barrieren abzubauen und dafür Sorge zu tragen, dass die Angebote genutzt werden.

Die Jungen Ruhrfestspiele haben sich bei ihrer Programmauswahl von diesen Gedanken leiten lassen. Zum einen laden sie zum Schauen und Erleben von Theatererlebnissen für fast jede Altersstufe und den Austausch darüber ein. Zum anderen erweitern sie ihr Angebot, in unterschiedlichen Workshops selbst aktiv zu werden. Unter dem Motto „Raus aus der Bude“ schaffen sie im Rahmen von Fortbildungen, Clubs und Workshops Raum für kreative Begegnungen und künstlerische Entdeckungstouren mit viel Raum zum Ausprobieren. Natürlich immer unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Pandemielage. Wir wollen euch treffen. Wo immer möglich: live und in Farbe.

Also: Raus aus der Bude und kommt vorbei!

Junge Ruhrfestspiele 3 Öl

Das Team Junge Ruhrfestspiele:

Alois Banneyer (Projektkoordination) begann nach seinem Zivildienst bei der Lebenshilfe in Aachen zunächst ein Lehramtsstudium, wechselte aber schnell zur Schauspielerei. Nach zahlreichen Projekten in der freien Szene arbeitete er von 1979 bis 1990 als Schauspieler u. a. am Westfälischen Landestheater Castrop-Rauxel, am Wolfgang-Borchert-Theater Münster und am Urania-Theater in Köln. Parallel studierte er Pädagogik. 1990 kam er zu den Ruhrfestspielen. Schwerpunkte seiner Tätigkeitsbereiche waren und sind hier u. a. die inhaltliche und organisatorische Betreuung von Schultheatertagen, internationalen Jugendprojekten, kultureller Arbeit mit Gewerkschaftsjugend, das Kulturvolksfest am 1. Mai, Auswahl der Kabarettprogramme und Kinder- und Jugendtheater-Produktionen, Tätigkeit im Betriebsrat u.v.m. Seit dem 22. Februar 2019 ist Alois Banneyer der aktuelle Träger des Otto-Burrmeister-Ringes.

Monika Gies-Hasmann (Dramaturgie) hat bereits mit zahlreichen namhaften Regisseuren zusammengearbeitet. Nach dem Studium der Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum assistierte sie am Schauspielhaus Bochum u. a. den Regisseuren Sebastian Nübling, Lisa Nielebock, Jan Neumann und Paul Koek und realisierte in dieser Zeit erste eigene Regiearbeiten sowie die Reihe „Dead-or-Alive-Slam“. 2013 entstand unter ihrer Regie die Stückentwicklung „Kurze Interviews mit fiesen Männern“ nach David Foster Wallace‘ berühmtem Erzählband. Von 2013 bis 2017 war sie persönliche Referentin des Intendanten Anselm Weber, 2017 bis 2019 unterstützte sie in gleicher Position Olaf Kröck und war außerdem als Dramaturgin tätig. 2018 wechselte sie zu den Ruhrfestspielen und ist hier neben der Mitgestaltung des Gesamtprogramms im Besonderen für die Kuration der Stücke des Kinder- und Jugendtheaterprogramms und die inhaltliche Ausrichtung der Jungen Ruhrfestspiele zuständig.

Franziska Rieckhoff (Theaterpädagogik), studierte Sozial- und Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Düsseldorf. Während des Studiums beschäftigte sie sich schwerpunktmäßig mit theaterpädagogischer Projektarbeit, arbeitete u. a. bei KABAWIL e.V., bei verschiedenen Tanztheaterprojekten mit Kooperationspartnern wie Junges Schauspielhaus Düsseldorf und Forum Freies Theater Düsseldorf, sowie für die Produktion „Bevor wir gehen“ von Kristo Šagor mit dem Jungen Ensemble des Schauspielhauses Bochum mit. Nachdem sie ihre Vollzeitausbildung zur Theaterpädagogin am OFF-Theater nrw in Neuss abgeschlossen hatte, begann sie ihr erstes Engagement über vier Jahre als Theaterpädagogin am Westfälischen Landestheater e.V. in Castrop-Rauxel. In der Spielzeit 2013/2014 arbeitete sie als Theaterpädagogin am Jungen Theater im Zwinger³ Heidelberg. Im Anschluss war sie vier Jahre als Theaterpädagogin am Schauspielhaus Bochum engagiert. Im Jahr 2019 arbeitete sie als freie Mitarbeiterin für die Ruhrfestspiele Recklinghausen sowie als Theater- und Kulturpädagogin für das Bildungszentrum des Handels e.V. in Recklinghausen. Seit November 2019 ist sie fest als Theaterpädagogin bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen engagiert.

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