OWELA Showcase

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Künstlerische Leitung: Kaleni Kollectiv

Produktion der Ruhrfestspiele

Wollen wir oder müssen wir arbeiten? Arbeit, das ist Freiheit und Abhängigkeit, Stabilität und Unsicherheit, Kreativität und Stress, Innovation und Langeweile. Was bedeutet uns Arbeit heute und in Zukunft?
Das Kaleni Kollectiv stellt die Frage nach der Zukunft der Arbeit und eröffnet einen Raum für eigenständige Perspektiven zwischen Namibia und Deutschland, die sich nicht an den bisherigen westlichen, materialistisch-kapitalistischen Ökonomien orientieren. Im Wissen um den komplexen und gewaltvollen kolonialen Hintergrund versuchen die acht Künstler*innen, sich auf die Suche nach einer gemeinsamen Utopie zu begeben.

Heute ist Arbeit unser höchstes Gut. Wer nicht arbeitet, scheint nichts wert zu sein, gleichzeitig werden viele Arbeiten nicht wert geschätzt und gar nicht erst wahrgenommen: Care Arbeit und Hausarbeit, Drecksarbeit, prekäre Arbeit – unsere Zufriedenheit ist gebaut auf dem Rücken vieler unsichtbarer Arbeiter*innen. Wird das so bleiben? Wer wird in Zukunft noch arbeiten und wer wird verdienen? Ökologische und soziale Ausbeutung wie auch das Wissen um die Endlichkeit des Arbeits- und Beschäftigungsmodells machen die Suche nach anderen Arbeits- und Lebensformen zu einer dringenden globalen Angelegenheit.

Während in Europa die Angst umgeht vor Digitalisierung, technologischer Innovation und dem Verlust von Arbeit, werden auf dem afrikanischen Kontinent Modelle erprobt, die andere Formen von Einkommen und Beschäftigung entwickeln. Hier funktionieren Formen, die zukunftsweisend sind für unsere Ökonomien und Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Digitale Technologien bieten neue Kommunikations- und Netzwerkformen und bereits 2008 machte das Dorf Omitara in Namibia Schlagzeilen, als hier zum ersten Mal weltweit das Grundeinkommen BIG, der Basic Income Grant, ausgezahlt wurde.

Für die Ruhrfestspiele Recklinghausen setzt sich jede*r der acht Künstler*innen des Kaleni Kollectiv mit dem Thema „Arbeit“ auseinander und findet dazu einen sehr eigenen, persönlichen Zugang. Zusammen mit Initiativen und Aktivist*innen aus Windhoek und mit den Bewohner*innen aus Omitara entstehen Performances, Choreografien, Installationen, Filme und Inszenierungen für Recklinghausen und Windhoek, in denen sie den Spuren der Gewalt und Ausbeutung ebenso nachgehen wie sie auch Bilder entwerfen für eine Zukunft, in der Land und Besitz, Arbeit und Zeit neu zu erleben sind. OWELA – ein Spiel, das in Namibia in den Pausen, vor und nach der Arbeit gespielt wird. Das Kaleni Kollectiv lädt ein zum Spiel um unsere Zukunft.

Das Kaleni Kollektiv besteht aus acht eigenständigen Künstler*innen, die in den Bereichen Performance, Tanz und Installation aktiv sind. Sie verfolgen eigene Projekte, produzieren aber regelmäßig gemeinsame Arbeiten und Diskurse, mit denen sie Wissen zu den Themen Macht, Geschichte und Ästhetik generieren und autonome Ästhetiken entwerfen.

Gefördert im Fonds TURN der

Ksb Sw Export

Künstlerische Leitung:

Kaleni Kollectiv (För Künkel, Veronique Mensah, Nashilongweshipwe Mushaandja, Beatrixe Munyama, Ndinomholo Ndilula, Nelago Shilongoh, Hildegard Titus, Julia Wissert)

Projektleitung und Konzept:

Sabine Reich

Team Windhoek:

Jenny Kandenge, Lavinia Kapewasha

Preis:

Ab 15 €

8. Mai

Halle König Ludwig 1/2

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9. Mai

Halle König Ludwig 1/2

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10. Mai

Halle König Ludwig 1/2

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11. Mai

Halle König Ludwig 1/2

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12. Mai

Halle König Ludwig 1/2

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