Arbeiterinnen
Arbeiterinnen 1 Foto Isabel Robson

Arbeiterinnen / Pracujace kobiety

von werkgruppe2

Ein dokumentarisches Porträt von drei Frauengenerationen aus Arbeiterfamilien im Ruhrgebiet und in Niederschlesien

Koproduktion mit werkgruppe2, dem Schauspiel Essen und dem Teatr Polski – w podziemiu

Uraufführung

Sechs Lebensgeschichten von Frauen in Polen und Deutschland, die anders verlaufen sind als erhofft: „Arbeiterinnen“ erzählt über drei Generationen hinweg von der Erfahrung eines sozialen Abstiegs, der mit dem Verlust von Arbeit zusammenhängt. Mal ist eine ganze Industrie- Branche abgewickelt worden, mal der Betrieb insolvent gegangen oder die Kinderbetreuung fehlte. Um der Frage näher zu kommen, was Arbeit für die eigene Identität bedeutet, hat die Kompanie werkgruppe2 über ein Jahr lang Interviews mit Frauen aus Arbeiterfamilien in den Industrieregionen Niederschlesien und Ruhrgebiet geführt.

So ist ein berührendes und intimes Porträt entstanden, von Frauen in Polen und Deutschland, die zu den gesellschaftlich Ausgeklammerten zählen. „Arbeiterinnen“ hätte bereits im letzten Jahr bei den Ruhrfestspielen Premiere feiern sollen und musste aufgrund der Absage der Festspiele verlegt werden. Das Thema hat seitdem nicht an Brisanz verloren. Schon wenige Monate nach dem Ausbruch der Pandemie ließ sich feststellen, dass von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen diejenigen – insbesondere Frauen – betroffen sind, die in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, und dass ein erschreckend starker Backlash auf traditionelle Rollenbilder in Familien zu beobachten ist. Der vergleichende Blick auf die europäischen Länder Polen und Deutschland macht deutlich, wie Arbeitsbiografien brüchig werden und Geschlechter- und Familienmodelle sich verändern. Und es entsteht die dringende Frage, wie gegenseitige Solidarität möglich ist.

„Arbeiterinnen“ wird als Film mit Livemusik bei den Ruhrfestspielen gezeigt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit „Arbeiterinnen“ am Premierentag auch im Stream zu erleben.

Arbeiterinnen Foto Lea Dietrich Isabel Robson
Foto: Lea Dietrich, Isabel Robson

Mit Unterstützung des Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, den Fonds Darstellende Künste, das NRW Kultursekretariat, die Stadt Recklinghausen und die Stadt Essen.

Altersangabe: 14+

Sprachhinweis: in deutscher und polnischer Sprache mit deutschen und polnischen Übertiteln

Mit: Bożena Baranowska, Ingrid Domann, Janina Sachau, Beatrix Strobel, Janka Woźnicka, Marta Zięba

Livemusik/Filmmusik: Esra Dalfidan (Gesang, Gitarre), Katrin Mickiewicz (Gesang, Bratsche)

Regie: Julia Roesler

Konzept und Recherche: werkgruppe2, Piotr Rudzki

Dramaturgie: Silke Merzhäuser, Piotr Rudzki, Judith Heese

Komposition: Insa Rudolph

Ausstattung: Léa Dietrich, Viva Schudt

Video: Isabel Robson

Kamera: Miriam Tröscher, Piotr Jaxa, Isabel Robson

Schnitt: Isabel Robson

Dauer noch nicht bekannt.

Theater Marl

Karten von 22 € bis 38 €

Termin speichern

Der Vorverkauf startet am 19. April um 9:00 Uhr.

Diese Veranstaltungen könnten Sie auch noch interessieren