Start der Ruhrfestspiele 2019

29.04.2019

„Gegründet aus einer direkten Geste der Solidarität sind die Ruhrfestspiele bis heute ein außergewöhnliches Festival. Die Festspiele erreichen eine große Zuschauerschaft durch ein vielfältiges Programm und sind zugleich ein Kunst-Fest von internationaler Strahlkraft. Nach Ende des Steinkohlenbergbaus ist nicht nur die Ruhr-Region im Aufbruch, auch die Ruhrfestspiele wollen sich weiterentwickeln. Das kann nur gelingen, wenn wir uns den Themen stellen, die die Lebenswirklichkeit betreffen. Wir wollen sie in einem europäischen Kontext im Theater verhandeln. Dazu gehört sowohl der Blick in die Vergangenheit, sowie das Ausloten aktueller Themen mit Relevanz für unsere Zukunft. Daher stellen wir unsere erste Festspielausgabe in ein Spannungsverhältnis von Poesie und Politik“, sagte Intendant Olaf Kröck bei der Auftakt-Pressekonferenz am vergangenen Freitag.

Am Mittwoch beginnen die Ruhrfestspiele 2019 mit dem großen Kulturvolksfest. Das Programm für den 1. Mai können Sie hier downloaden. WDR 5 Scala berichtet an diesem Tag in einer Live-Sendung vom Kulturvolksfest und gibt einen spannenden Ausblick auf die diesjährige Festspielsaion. Wir freuen uns auf eine inspirierende Festspielzeit mit Ihnen!

Tanz, Theater, Literatur und Feier – Unser Eröffnungswochenende

Das Eröffnungswochenende präsentiert ein Kaleidoskop aus Kulturvolksfest, Tanz, Theater, Bildender Kunst, Lesung, Konzert, Gespräch und Feier. Nach dem Kulturvolksfest am 1. Mai folgt die feierliche Eröffnung am 3. Mai im Großen Haus des Ruhrfestspielhauses. Die Eröffnungsrede wird die 1980 in Greifswald geborene Schriftstellerin Judith Schalansky halten. Ihr Werk, darunter die international erfolgreichen Beststeller „Atlas der abgelegenen Inseln“, „Der Hals der Giraffe“ und zuletzt „Verzeichnis einiger Verluste“, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Die Eröffnungsinszenierung direkt im Anschluss ist der internationale Tanzabend „Beytna“ des Maqamat Dance Theatre Lebanon. Am 4. Mai geht es in die Recklinghäuser Innenstadt, wo über 150 ausgewählte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Recklinghausen in „What Is the City but the People?“ ihre ganz eigenen Lebensgeschichten auf einem Laufsteg inmitten der Innenstadt präsentieren – ein lebendiges, berührendes Selbstportrait der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen. Am Abend folgt die Uraufführung von „Das Heerlager der Heiligen“ nach Jean Raspail in der Regie von Hermann Schmidt-Rahmer, koproduziert mit dem Schauspiel Frankfurt.

Die Vernissage von „Temp-EST“ der israelischen Künstlerin Penny Hes Yassour in der Kunsthalle Recklinghausen am Folgetag (5. Mai) ist eine Installation auf mehreren Etagen über Grenzen und Grenzziehungen zwischen Ländern, Menschen und Kulturen. Außerdem präsentieren die Ruhrfestspiele an diesem Tag die Lesung von John Bergers „Einst in Europa“ von Lina Beckmann und Charly Hübner und abends wird das Festspielzelt im Stadtgarten mit einem Konzert „Roses“ der legendären ukrainischen Band Dakh Daughters eröffnet. Ein weiterer Höhepunkt und zugleich Abschluss des Eröffnungsreigens ist am 6. Mai das Gespräch der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller mit dem Literaturkritiker und Moderator Denis Scheck im Großen Haus des Festspielhauses.