Sasa Stanisic

Sasa Stanisic

im Gespräch mit Denis Scheck

Sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Für seinen Roman „Vor dem Fest“ bekam er 2014 den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse. Spätestens durch den Deutschen Buchpreis im letzten Jahr für seinen Roman „Herkunft“ ist er einer großen Leserschaft bekannt: Saša Stanišić, 1978 in Visegrad, einer Kleinstadt im östlichen Bosnien, geboren.

Er flüchtete 1992 als 14-Jähriger während des Bosnienkrieges zunächst gemeinsam mit seiner Mutter nach Heidelberg und lebt seitdem in Deutschland. „Herkunft“ ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. Ein Buch über die Frage, was zu einem selbst gehört, über Heimaten, in der Erinnerung und Erfindung. Ein Buch über Sprache und Scham, Ankommen und Zurechtkommen, Glück und Tod. In der Begründung der Jury des Deutschen Buchpreises heißt es: „Saša Stanišić ist ein so guter Erzähler, dass er sogar dem Erzählen misstraut. Der Autor adelt die Leser mit seiner großen Fantasie und entlässt sie aus den Konventionen der Chronologie, des Realismus und der formalen Eindeutigkeit. Mit viel Witz setzt er den Narrativen der Geschichtsklitterer seine eigenen Geschichten entgegen. ‚Herkunft‘ zeichnet das Bild einer Gegenwart, die sich immer wieder neu erzählt. Ein ‚Selbstporträt mit Ahnen‘ wird so zum Roman eines Europas der Lebenswege.“ Saša Stanišić ist Poet und Revolutionär. In der Sprache hat er seine eigentliche Heimat gefunden. Europa wird erschüttert durch Nationalismus und Separatismus. Dagegen hilft die Begegnung mit Saša Stanišić. Nun kommt er zu den Ruhrfestspielen und ist zu Gast bei dem Literaturkritiker und Moderator Denis Scheck.

Mit:

Saša Stanišić

Moderation:

Denis Scheck

Duration:

01 hours 30 minutes

Price:

From €21

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