Das waren Ruhrfestspiele 2019

20.06.2019

Mit Heiner Müllers Inszenierung „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ mit Martin Wuttke in der Titelrolle und einer großen Abschlussparty, bei der u. a. Lars Eidinger aufgelegt hat, sind am 9. Juni die ersten Ruhrfestspiele der Intendanz von Olaf Kröck zuende gegangen.

Olaf Kröck: „Die diesjährigen Ruhrfestspiele haben gezeigt, dass Theaterkunst, die sich mit Inhalten der Gegenwart beschäftigt, die sich in einem Spannungsverhältnis von Poesie und Politik bewegen, große Zuschauergruppen erreichen kann. Es sind Inhalte und mutige ästhetische Setzungen des Theaters, die auf eine große Neugierde und Offenheit im Publikum getroffen sind. Die Lust auf eine Auseinandersetzung mit Gegenwartsthemen haben den Erfolg der Ruhrfestspiele 2019 ausgemacht.“

Zwischen dem 1. Mai und dem 9. Juni hat sich Recklinghausen in eine internationale Kultur- und Theatermetropole verwandelt. Über 850 Künstlerinnen und Künstler aus rund 16 verschiedenen Ländern, darunter u. a. Namibia, Libanon, Israel, Indien, Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Griechenland, den USA, Argentinien, Australien, Spanien, der Schweiz und der Ukraine, waren in Recklinghausen zu Gast.

„Poesie und Politik“ – die erste Festspielsaison hat zwei Begriffe miteinander verbunden, die – wie Judith Schalansky in ihrer Eröffnungsrede sagte – „viel zu lang verschiedenen Welten anzugehören schienen, obwohl sie doch einander so unendlich viel zu geben haben“.

Zu den Höhepunkten des Festivals gehörten neben unserem großen Stadtprojekt „What Is the City but the People?“, die Deutschlandpremieren von Peters Brooks „The Prisoner“ und Ivo van Hoves „Ein wenig Leben“ nach dem Roman von Hanya Yanagihara, und die beiden Tanzarbeiten „Grand Finale“ von Hofesh Shechter und „The Great Tamer“ von Dimitris Papaioannou. Außerdem unsere neue Reihe im Bereich Literatur mit dem bekannten Literaturkritiker und Moderator Denis Scheck, der drei Jahrhundertbiografien eingeladen hatte: Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, Autor und Filmemacher Georg Stefan Troller und den amerikanische Anwalt und Autor Louis Begley. Ein weiterer Höhepunkt war zudem „Hüller trifft Hauschka“ der beiden oscarnominierten Künstler Sandra Hüller und Volker Bertelmann alias Hauschka. Sie standen bei den Ruhrfestspielen 2019 zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne.

Wir sind überwältigt und glücklich über Ihre Neugier und Ihr Interesse – kurz, über Ihre unglaublich große Beteiligung an dieser Saison. Die gute Auslastung verteilte sich auf alle Spielstätten und alle Genres. Darunter waren neben dem Recklinghäuser- und regionalen Publikum eine Vielzahl Besucher*innen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland. Internationale Besucher*innen kamen u. a. aus Kanada, Australien, den USA, Russland, China, Brasilien, Großbritannien, Polen, der Slowakei, Ungarn, Italien, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Schweden. Zudem haben sich auch zahlreiche Kulturschaffende aus den unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen aus dem In- und Ausland für die Ruhrfestspiele 2019 akkreditiert.

Allen Besucher*innen der Ruhrfestspiele 2019 gilt unser Dank für diese besondere Zeit!

Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer!

Witc Rfs Dsc03513 Credit Ana  Córcoles Siegersbusch
„What Is the City but the People?“, Foto Ana Córcoles / Siegersbusch