The walk
The Walk Little Amal London 2 c Nick Wall

The Walk

Amal ist ein kleines Mädchen. Ein Kind auf der Flucht, auf der Suche nach seiner Mutter. Ihre Route ist die von Tausenden. Sie startete im Juli dieses Jahres an der syrisch-türkischen Grenze und bahnt sich seitdem ihren Weg durch die Türkei nach Europa. Amal ist eine Puppe, „The Walk“ ein internationales, grenzübergreifendes Kunstprojekt, initiiert von den Londoner Good Chance Productions. Die dreieinhalb Meter große Puppe der kleinen Amal wurde von der renommierten Handspring Puppet Company kreiert. Rund 8.000 Kilometer durch acht Länder wird Little Amal zurücklegen, um auf die Flüchtlingskrise aufmerksam zu machen. Im Fokus die Kinder, die weltweit auf der Flucht sind, oftmals getrennt von ihren Familien.

Dieses Projekt, in Regie eines der führenden Regisseure im Nahen Osten, Amir Nizar Zuabi, ist in seiner Kontinente übergreifenden Verbindung von künstlerischem und sozialpolitischem Engagement eine außergewöhnliche Aktion. Eine Reaktion der Künste auf die Umstände und Ursachen von Flucht, die noch immer genauso aktuell sind wie vor der Pandemie. Das Projekt überwindet die Grenzen von Politik, Sprache und Kultur. „The Walk“ ist ein Aufruf zur Mitmenschlichkeit: Es vereint in den beteiligten Ländern zahlreiche Künstler*innen und Kulturinstitutionen, die mit Kommunen und lokalen Initiativen zusammenarbeiten. Eine Reise, auf der gemeinschaftliche Erlebnisse entstehen, die sowohl einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft wagen lassen, als auch Momenten der Erschöpfung ihren Raum geben. Auf Einladung der Ruhrfestspiele hat Amal am 4. Oktober auf der Halde Hoheward Rast gemacht.

Begrüßung und zahlreiche Aktionen auf der Halde Hoheward

Seit dem Sommer bereiteten zahlreiche Schulen und Vereine aus Recklinghausen ihre Begrüßung für Amal vor. Die Begrüßung Amals fand von 14:00 bis 15:00 Uhr an der Sonnenuhr statt.

Als Zeichen der Hoffnung und zur Orientierung für Amal entstand aus bemalten Steinen ein Sternenbild, das auch nach dem 4. Oktober weiterhin auf der Halde zu sehen sein wird. Die von mehreren Hundert Kindern bunt bemalten Steine werden im Anschluss von Auszubildenden des Herwig-Blankertz-Berufskollegs und des KSR (Kommunale Servicebetriebe Recklinghausen) in einem Bodenmosaik verlegt. Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums schrieben Amal Briefe, die sie ihr am 4. Oktober übergaben und die Amal in Brüssel dem Europäische Parlament überreicht. Die Kinderrechtgruppe der Grundschule Im Reitwinkel hat gemeinsam mit dem Caritasverband für die Stadt Recklinghausen e.V. demonstriert, dass Kinderrechte keine Seifenblasen sind. Amnesty International war mit einem Aktionsbus vertreten, der Deutsche Kinderschutzbund war ebenso dabei, zudem viele lokale Schulen, die weitere Aktionen zur Begrüßung Amals vorbereitet hatten. Nicht zuletzt haben sich viele Schüler*innen im Unterricht oder in der Ganztagsbetreuung mit möglichen Ursachen für Amals Flucht auseinandergesetzt.

Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele und Gülten Tas, neue Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Recklinghausen, begrüßten und unterstützten die Kinder schon bei der Ankunft und beim Aufbau bevor es dann um 14:00 Uhr hieß: Amal kommt auf die Halde.

Beteiligte Organisationen

Weitere Informationen: www.walkwithamal.org

„Es ist wichtiger denn je, die Diskussion (…) neu zu entfachen und das Narrativ zu ändern. Ja, Flüchtlinge brauchen Nahrung und Decken, aber sie brauchen auch Würde und eine Stimme.“ Amir Nizar Zuabi, Künstlerischer Leiter von „The Walk“

Artistic Director: Amir Nizar Zuabi
Producers: Good Chance, Tracey Seaward, David Lan
Writers and Artistic Directors of Good Chance: Joe Murphy, Joe Robertson
Puppetry Design and Build: Handspring Puppet Company

Termin: Verschoben vom 3. auf den 4. Oktober, 14:00 bis 15:00 Uhr

Coronahinweis: Die Veranstaltung findet draußen statt. Es gilt die dann aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen

Bitte beachten Sie: Während dieser Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Diese werden zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt.