Pasionaria
Tanz Pasionaria 75 A0876 PASIONARIA Alex Font

Pasionaria

Choreografie: Marcos Morau

Alle Informationen rund um Ihren Besuch unter Corona-Bedingungen und den notwendigen (GGG-)Nachweisen finden Sie in den FAQs.

La Veronal

Eine unheimliche Endzeitstimmung umgibt das Geschehen auf der Bühne. Der Blick fällt auf acht Tänzer*innen, die sich fast so zu bewegen scheinen wie wir, aber eben nur fast. Irgendetwas ist schief an diesem Bild, die Bewohner*innen dieses unwirklichen Ortes wirken wie Puppen oder Roboter; sie handeln nicht aus eigenen Impulsen heraus, sie reagieren. Denn ihnen fehlt es an „pasión“, an Leidenschaft und Leid, an dem, was den Menschen menschlich macht.

Die katalanische Kompanie La Veronal ist bekannt für ihre große Erzählkraft und ihren interdisziplinären Zugriff. Seit 2005 begeistert das Ensemble um Choreograf Marcos Morau die internationale Tanzszene. In „Pasionaria“ kreiert Morau eine zukünftige, dystopische Welt, eine Welt, die das Ergebnis all unserer Anstrengungen der vergangenen Jahrzehnte ist. Auf diesem nicht ganz so fremden Planeten – vielleicht heißt er Fortschritt oder auch Pasionaria – leben empathielose, leidenschaftslose Humanoide. Denn die Gegenwart, in der wir leben, lässt, so Morau, eine Zukunft erahnen, in der wir nichts mehr empfinden werden. Die Plastikwelt in „Pasionaria“ erinnert an Kino-Universen von Stanley Kubrick oder Lars von Trier und entwickelt ihren ganz eigenen Sog. Wie in Trance verfolgt man die puppenhaften Humanoiden in ihrer künstlichen Welt; ihr Bewegungsvokabular wirkt mechanisch und fremd – und dabei unglaublich faszinierend. Der Abend ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit moralischer Feigheit und emotionaler Distanziertheit sowie ein Plädoyer für mehr Leidenschaft.

„Unter der technisch perfekt inszenierten kurios-absurden Oberfläche eine sehr schwarz-bittere Zustandsbeschreibung unserer Zeit.“ Kulturradio

Tanz Pasionaria 75 A0744 PASIONARIA Alex Font
Foto: Alex Font
SAU CHING WONG PASIONARIA Mario Zamora
Foto: Mario Zamora

Koproduzenten: Teatros del Canal (Madrid), Théâtre National de Chaillot (Paris), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg (Luxembourg), Sadler's Wells (London), Tanz im August/ HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Grec 2018 Festival de Barcelona – Institut de Cultura Ajuntament de Barcelona (Barcelona), Oriente Occidente Dance Festival (Rovereto, Italy), Mercat de les Flors (Barcelona)

Altersangabe: 14+
Sprachhinweis: ohne Sprache
Mit: Àngela Boix, Jon López, Richard Mascherin, Ariadna Montfort, Núria Navarra, Lorena Nogal, Marina Rodríguez, Sau-Ching Wong
Idee und künstlerische Leitung: Marcos Morau
Choreografie Marcos Morau in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen
Choreografie-Assistenz: Lorena Nogal
Dramaturgie: Roberto Fratini, Celso Giménez
Bühne: Max Glaenzel
Kostüme: Silvia Delagneau
Sound: Juan Cristóbal Saavedra
Video: Esterina Zarrillo
Licht und Technische Leitung: Bernat Jansà

Mit Unterstützung von INAEM - Ministerio de Cultura y Deporte de España und ICEC - Departament de Cultura de la Generalitat de Catalunya.

Dauer: 01 Std. 15 Min
keine Pause

Diese Veranstaltungen könnten Sie auch noch interessieren