Happines
Happiness Dries Verhoeven 01 photo Willem Popelier

Happiness

Installation im öffentlichen Raum von Dries Verhoeven

Auf einem öffentlichen Platz steht ein kleines Betongebäude. Eine seltsame Kreuzung aus Apotheke und öffentlicher Toilette. Man kann das Gebäude betreten. Im Innern sitzt an einer Art Verkaufstresen hinter einer Glasscheibe ein weiblicher Humanoid, ein menschlich aussehender Roboter. Sie spricht zum*r Eintretenden. Erklärt die Funktionen verschiedener Schmerzmittel, Antidepressiva, Drogen. Bewusstseinsverändernde Substanzen, mit denen Menschen ihre emotionale Realität verändern können, indem der Serotonin- und Dopaminspiegel im Gehirn neu eingestellt wird.

Der niederländische Theatermacher und Bildende Künstler Dries Verhoeven erforscht mit der begehbaren Installation „Happiness“ die Welt des künstlichen Glücks. Den Raum, wo das Menschliche und Künstliche verschmelzen. Wo der Mensch mithilfe synthetischer Substanzen wieder menschlich, oder übermenschlich werden kann. Oder dem menschlichen Zustand für eine Weile sogar ganz entkommen kann. Sind Emotionen jemals authentisch? Wie sehr unterscheidet der Mensch sich überhaupt von einer programmierbaren Maschine, wenn auch er in der Lage ist, seinen Körper und Geist künstlich zu optimieren? Verhoevens Arbeiten bewegen sich zwischen Performance und Installation. Sie binden ihre Zuschauer*innen aktiv ein und konfrontieren sie mit den eigenen Gefühlen und Gedanken. Sie bewegen und regen dazu an, neue Perspektiven einzunehmen und über die eigene Lebensrealität nachzudenken. Auch über das Glücklichsein.

„Tabus rund um den [Drogen- und Medikamenten-]Konsum sowie philosophische Fragen nach Ursprünglichkeit und Künstlichkeit werden mühelos mit politischen Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Themenkomplexe wie Wohlbefinden, Gesundheitswesen und internationale Kriminalität verknüpft. Besonders clever ist, dass Verhoeven und sein Team all das mit ein paar (scheinbar) einfachen Gesten erzeugen können.“ Theaterkrant

„Happiness“ ist im Auftrag des SPRING Festival Utrecht (NL) und der Stiftung NDSMwerf (NL) entstanden, und wird ermöglicht durch die Unterstützung von BPD Cultuurfonds, Fonds Fentener van Vlissingen, stimuleringsfonds creatieve industrie, Amsterdams Fonds voor de Kunst und BNG Cultuurfonds.

Konzept: Dries Verhoeven
Produktion: Studio Dries Verhoeven
Dramaturgie: Hella Godee
Entwicklung Humanoid: Chris Creatures Filmeffects
Digitale Puppentechnik: Stefano Trambusti
Robotorstimme: Annie Saunders
Kostüm: Saskia Schoenmaker

Ort: Kirchplatz Recklinghausen, gegenüber der Propsteikirche St. Peter
Öffnungszeiten: 25.05. – 30.5. und 01.6. – 6.6. immer 13:00 – 21:00 Uhr (Am 31.5. ist die Installation nicht geöffnet.)
Dauer: 25 Minuten, Eintritt frei
Sprachhinweis: in englischer Sprache
Information: Die Installation ist aus Corona-Schutzgründen von bis zu 2 Personen des gleichen Haushalts und nur mit FFP2 Maske betretbar.

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