Dreigorschenoper
Nico Holonics Vorabfotos DGO foto Jörg Brüggemann

Die Dreigroschenoper

nach John Gays „Beggar’s Opera“ von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik) unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Wir sind sehr traurig darüber Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Vorstellungen der „Dreigroschenoper“ entfallen. Im Mai sollte ein Nachholtermin für die seit Januar 2021 mehrfach verschobene Premiere der Produktion des Berliner Ensembles stattfinden, der jedoch aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen und der Verlängerung des Lockdowns durch den Berliner Senat nun leider nicht mehr möglich ist. Weitere Proben und technische Korrekturen stehen mit Blick auf eine Premiere in Berlin noch aus und sind unabdingbar für die Anpassung der Produktion an die Bedingungen unserer Spielstätte im Ruhrfestspielhaus. Aufgrund fehlender Planungssicherheit war ein neuer Premierentermin vor dem geplanten Gastspiel bei uns in der aktuellen Situation nicht absehbar. Und in Anbetracht dieser Umstände ist in der Konsequenz leider das Gastspiel nicht realisierbar. Wir bleiben mit dem Berliner Ensemble in Kontakt und wünschen den Kolleg*innen alles Gute für eine baldige Realisierung der Premiere!

Regie: Barrie Kosky
Musikalische Leitung: Adam Benzwi

Mit der „Moritat von Mackie Messer“ und weiteren legendären Songs lässt die 1928 am Berliner Ensemble uraufgeführte „Dreigroschenoper“ ein neues Genre des musikalischen Theaters entstehen, das die gängigen Ausdrucksformen von Oper und Drama erfolgreich unterläuft und die Grenzen zwischen „hoher“ und „populärer“ Kunst niederreißt. Erzählt wird von dem Urgrund menschlichen Handelns, dem Streben nach Glück, in einer kriminellen, auf Ausbeutung beruhenden Welt, in der Liebe leicht zur Ware wird und wahre Liebe zu einem selten Gut. Das Ehepaar Peachum und der Verbrecher Macheath, genannt Mackie Messer, machen rivalisierende Geschäfte mit der Verführbarkeit von Menschen: während letzterer nebst organisiertem Diebstahl und Mord noch ein Bordell betreibt, setzen die Peachums auf das Mitleid und verdienen ihr Geld mit geschäftsmäßig betriebenem Betteln. Als Polly, Peachums Tochter und Aushängeschild seines Unternehmens, sich heimlich mit Mackie Messer liiert, schlagen die Peachums eine härtere Gangart an. In letzter Konsequenz erlaubt der Konkurrenzkampf kein Pardon und wird durch die Vernichtung des Gegners gewonnen: Macheath soll hängen.

Es ist ein Coup: Barrie Kosky, Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin, einer der gefragtesten Opernregisseure der Gegenwart, übernimmt nun die vierte Inszenierung der Dreigroschenoper am Berliner Ensemble. Gemeinsam mit einem fantastischen Ensemble um Nico Holonics als Mackie Messer herum. Zu erwarten ist keine Nostalgiefeier der ach so goldenen 20er Jahre. Kosky hat sich mit seiner unbändigen Lust an zeitgenössischer und frecher Unterhaltung international einen Namen gemacht.

Dauer: noch nicht bekannt

Altersangabe: 14+

Regie: Barrie Kosky

Mit: Nico Holonics, Cynthia Micas, Tilo Nest, Constanze Becker, Kathrin Wehlisch, Laura Balzer, Bettina Hoppe, Josefin Platt

Musikalische Leitung: Adam Benzwi

Bühne: Rebecca Ringst

Kostüme: Dinah Ehm

Band: James Scannel, Doris Decker, Otwin Zipp, Stephan Genze, Ralf Templin, Vít Polák

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