Sokrates der Überlebende / wie die Blätter

Sokrates der Überlebende / wie die Blätter

nach dem Roman „Der Überlebende“ von Antonio Scurati und mit Texten von Platon, Cees Noteboom und Georges I. Gurdjieff

Anagoor / Theater an der Ruhr, Mülheim

Das italienische Theaterkollektiv Anagoor ist eine vielfach ausgezeichnete Kompanie, die auch international große Erfolge feiert. 2018 erhielt Anagoor in Venedig den Silbernen Löwen der 46. Internationalen Theaterbiennale. Für „Socrate“ wurden sie 2016 mit dem prestigeträchtigen „Premio Rete Critica“ als die beste italienische Theaterproduktion des Jahres geehrt.

„Sokrates der Überlebende“ behandelt die Frage, welche Wirkung Bildung und Erziehung tatsächlich haben. Als Ausgangspunkt dient der Roman „Der Überlebende“ von Antonio Scurati, der einen Amoklauf in einer Schule schildert. Aus der sehr persönlichen Perspektive eines Geschichts- und Philosophielehrers, der mit seiner Klasse gerade den Tod des Sokrates behandelt, schildert Regisseur Simone Derai die letzte Unterrichtsstunde vor dem Massaker. Vom Massaker verschont bleibt nur dieser Lehrer – er wird zum Erzähler der Geschichte. Seine Zweifel, seine Konflikte, sein Ringen um die Schüler*innen und seine eigene Aufrichtigkeit eröffnen eine außergewöhnliche und berührende Sicht auf das Verhältnis von Lehrer*innen und Schüler*innen.

Anagoors Inszenierung – eine Collage aus beeindruckenden Bildern, Choreografien, Filmsequenzen und einer überwältigenden Soundinstallation – hinterfragt die Möglichkeiten humanistischer Bildung: Sind wir in der Lage, die Gewaltdisposition des Menschen durch Bildung und Erziehung zu durchbrechen?

Nachdem das Theater an der Ruhr 2017 die italienische Originalfassung präsentierte, entwickelte Anagoor nun in Mülheim eine deutschsprachige Version dieser packenden Erzählung, die das destruktive Potential des Individuums skizziert.

Zu dieser Vorstellung bieten wir einen Workshop zur Nachbereitung an.

Altersfreigabe:

14+

Mit:

Bernhard Glose, Max Siegel, Irene Blasig, Berkay Cetin, Dara Dyckerhoff, Frank Kleineberg, Lena Kothe, Marius Meschede, Lara Wolf

Regie:

Simone Derai

Dramaturgie:

Simone Derai, Patrizia Vercesi

Kostüme:

Serena Bussolaro, Simone Derai

Maske:

Silvia Bragagnolo, Simone Derai

Musik und Sounddesign:

Mauro Martinuz

Video:

Simone Derai, Giulio Favotto

Dauer:

01 Std. 40 Min
keine Pause

Preis:

Ab 22 €

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