In Bewegung: Tanz bei den Ruhrfestspiele 2019

17.04.2019

Am 3. Mai beginnen die Ruhrfestspiele 2019, die ersten unter der neuen Intendanz von Olaf Kröck, mit dem Tanztheaterabend „Beytna“ von Omar Rajeh. Der Tanz spielt im diesjährigen Festspielprogramm eine wichtige Rolle. Fünf Arbeiten aus dem Bereich Tanz werden im Mai und Juni in Recklinghausen zu sehen sein.

Neben der Eröffnung mit Omar Rajehs „Beytna“ zeigen die Ruhrfestspiele 2019 vier weitere internationale Arbeiten im Bereich Tanz, die alle in der einen oder anderen Weise durch die große Choreografin Pina Bausch geprägt sind. Einer der Künstler, den das Tanztheater von Pina Bausch sichtbar beeinflusst hat, ist der griechische Choreograf Dimitris Papaioannou, der seit einigen Jahren zu den Shootingstars des internationalen Tanzes gehört. Seine Produktion „The Great Tamer“ entwickelt das Konzept eines erzählenden Theaters durch Bewegung ohne Sprache für die Gegenwart weiter. Eng verbunden mit Pina Bausch ist bis heute die Folkwang Universität der Künste, an der die Choreografin selbst in den 1950er Jahren ihre Tanzausbildung erhielt. Bis heute gehört die Essener Tanzausbildung zu den besten des Landes. In dem Doppelabend „wilderness tender / Auftaucher“ der Choreografinnen Stephanie Miracle und Henrietta Horn zeigen Absolvent*innen des Studiengangs Tanz ihr Talent. Der aus Israel stammende Choreograf, Tänzer und Musiker Hofesh Shechter ist einer der zurzeit gefragtesten internationalen Künstler des zeitgenössischen Tanzes. Die Ruhrfestspiele zeigen seine Arbeit „Grand Finale“. Zu den wichtigen Vertreterinnen des neuen zeitgenössischen Tanzes gehört auch die Regisseurin Monika Gintersdorfer. Gemeinsam mit dem ivorischen Tänzer Gadoukou la Star analysiert sie mit ihrem neuen Ensemble La Fleur den Tanz selbst. Die Ruhrfestspiele präsentieren die Deutschlandpremiere der neusten Arbeit „Das Jetzt-Stück n° 11 – Massiv inspiriert in Paris“, die zeigt, wie der Mix von Tanz- und Musik-Stilen aus Afrika und Europa zu einem wichtigen Mittel der Selbstvergewisserung junger Menschen wird.