Es war keinmal oder: Das Märchen von der Normalität (Theater Hora/Henrike Iglesias)

Koproduktion
Deutschlandpremiere

Im Märchen ist meist klar, was schön ist und was abscheulich. Prinzessinnen sind schön, Stiefmütter sind es weniger und darum eifersüchtig und Hexen per se hässlich und einsam. Prinzen sind im Idealfall reich und schön. Und Prinzessinnen müssen sich von ihnen retten und heiraten lassen. Schönheitsideale sind ein mächtiges gesellschaftliches Konzept. Sie springen uns aus jedem Bildschirm und jedem Foto entgegen und tun so, als ob es etwas gäbe, was normal ist. Doch sie sind auch vereinfachend und vielleicht sogar gewaltvoll. Aber das war einmal!

Die Spieler*innen vom Theater Hora und Henrike Iglesias haben ihre Konzepte von Schönheit hinterfragt und nehmen das Märchen nach allen Regeln der Kunst auseinander. Kann ein Prinz auch eine Prinzessin sein? Kann der Frosch auch Frosch bleiben und zwar der schönste im ganzen Land? Oder die Hexe als Teil eines feministischen Kollektivs die Welt retten? Klar ist: Normalität ist ein Märchen.