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Halle König Ludwig 1/2
© Michael Hanisch/Zimmertheater Tübingen
 
Letzte Menschen
von Oliver Bukowski

Regie Axel Krauße
Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen,
Zimmertheater Tübingen


Premiere der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen
Bühne und Kostüme: Odilia Baldszun
Dramaturgie: Michael Hanisch
Sandra Schumacher
Es spielen: Kim Bormann
Nicole Schneider
Robert Arnold
Toni Gojanovic
Siegfried Kadow
Paul Schaeffer

Tom Schildbauer, lebende Legende, Ikone der Protestbewegung, wird bei einem Attentat verwundet. Was Schildbauer fassungslos macht: Der Täter, Stefan Bachler, ist kein aufgehetzter politischer Gegner, sondern ein Anhänger, ein Weggefährte. Was nur war sein Motiv? Schildbauer sucht den Attentäter heimlich in seiner Zelle auf. Sie beginnen, miteinander zu reden.
Alle großen und kleinen revolutionären Erlösungskonzepte sind gescheitert, so der Autor Oliver Bukowski, oder sie sind drastisch pervertiert in das Gegenteil ihrer anfänglichen Ziele. Das gilt für soziale Bewegungen wie auch für die Biographien ihrer Führer: von glühend links nach neoliberal nach hart rechts. Alte und neue Protestformen sind Auslaufmodelle und ähneln sich nur noch in einem: ihrer Wirkungslosigkeit. Ist das so? Und wenn ja, was bedeutet das für die jetzt Anfang 20jährigen, wenn sie selbst den Drang verspüren, Missstände grundsätzlich zu ändern? Aber welcher Weg ist es, den ihre Eltern und älteren Geschwister noch nicht zum Trampelpfad kahlgetreten haben?
Oliver Bukowski und die Ruhrfestspiele verbindet eine Erfolgsgeschichte. Letzte Menschen ist bereits die vierte Uraufführung eines seiner Stücke. Vorbild für Bukowskis Protagonisten ist Rudi Dutschke, charismatische Leitfigur der 68er Bewegung, niedergeschossen von einem aufgehetzten kleinen Mann, den Dutschke in seiner Zelle besuchte.

> Die spannungsreiche Konfrontation eines Attentatsopfers mit dem Täter wirft die Frage nach dem Sinn und Erfolg von Protestbewegungen auf.

English Version

In Letzte Menschen the victim of an attempted assassination, an icon of the protest movement, visits the offender, a member of this movement, in jail. The play thereby asks the question of purpose and success of protest movements.