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Halle König Ludwig 1/2
© Arno Declair
 
Das Mädchen mit dem Fingerhut
Von Michael Köhlmeier

Regie Alexander Riemenschneider
Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen,
Deutsches Theater Berlin


Premiere der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen
Bühne und Kostüme: Juliane Grebin
Musik: Tobias Vethake
Dramaturgie: Meike Schmitz
Es spielen: Thorsten Hierse
Kotti Yun

Das Mädchen mit dem Fingerhut erzählt von einem Kind, das mitten im Winter in der Großstadt auftaucht, wie aus der Wildnis in die Zivilisation verschlagen. Man sieht mit seinen Augen auf unsere Welt. Der Autor beschreibt das nüchtern, emotionslos und gibt gerade deshalb, so die NZZ „seiner Geschichte archaische Wucht und zugleich die dunkle Zartheit eines Märchens“.
Der Roman des vielfach ausgezeichneten Autors ist nicht einfach nur ein literarischer Erfolg, er hat wie ein Einschlag gewirkt, seine Leser und selbst professionelle Kritiker unmittelbar berührt. Ein Grund mag sein, dass dieser Roman, der dermaßen Buch der Stunde ist, der das Thema Flüchtlingskrise so genau und tief umreißt wie kein zweiter, in keinem Moment kalkuliert, auf Tagesaktualität hin geschrieben ist. Inspiration für den Autor waren Berichte über „Wolfskinder“, elternlose Kinder, die sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Baltikum durchschlagen mussten. „Das Wort Flüchtling“, so Kohlmeier, „kommt in dem Buch kein einziges Mal vor. Ich habe den Text geschrieben, bevor das ein ganz großes Problem wurde. Wir definieren unser Europa nach humanistischen und aufgeklärten Idealen – und wenn diese dann wirklich heftig eingefordert werden, springen wir ab.“
Die Dramatisierung des Romans, der in bewegenden Bildern von einem Menschen ohne Herkunft berichtet, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ruhrfestspiele mit dem Deutschen Theater Berlin.

> Das Drama des Mädchens, dem man den Namen Yiza gab, vermittelt eine Ahnung davon, was es bedeutet, in unserer Welt vollkommen fremd zu sein.

English Version

The drama about a girl called Yiza communicates the idea what it is like to be a complete stranger in our society.