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Grosses Haus
© Stephan Pabst
 
Rausch
Von August Strindberg

Regie Frank Hoffmann
Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen,
Théâtre National du Luxembourg,
Schauspiel Hannover in Kooperation
mit dem Deutschen Theater Berlin  


Premiere der Inszenierung bei den Ruhrfestspielen
Es spielen: Robert Stadlober
Jacqueline Macaulay
Wolfram Koch
Maik Solbach
u.a.
Bühne: Christoph Rasche
Kostüme: Jasna Bosnjak
Musik: René Nuss
Zusatzinformationen: EINFÜHRUNGEN
13./14./15./16. Mai 2017 jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

PUBLIKUMSGESPRÄCH
Im Anschluss an die Vorstellung am 13.05.2017 im Raum Mars (Rangfoyer).

Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise im Eingangsbereich.

Den Rausch hat er 1899 wie atemlos aufs Papier gefetzt, zwei Jahre nach der „Inferno-Krise“, einem Gemetzel der Beziehungen, an dem Strindberg fast zerbrach. Er nennt es eine Komödie, doch in ihr drin steckt all das Chaos menschlicher Gefühle, wie aus dem wilden Meer geschöpft mit einem Wasserglas.
Endlich der Triumph, sein Stück ein riesiger Erfolg. Das Leben auf einmal ein Fest und der Schriftsteller Maurice sieht sein Dasein mit anderen Augen. Sieht die bildschöne Frau am Arm des Freundes und Begehren in ihren Augen. Sieht die eigene Gefährtin, die ihm ein Kind gezeugt, nur noch als Nutztier, als schmuckloses Wesen. Nach erster Nacht der Leidenschaft wünscht sich Maurice, das Kind wäre tot. Und tot findet man es am gleichen Morgen. Zeter und Mordio. Ein wahrer Kriminialfall setzt an, mit Kommissar und Verbrechersuche.
Strindbergs Rausch, das im Original Verbrechen und Verbrechen heißt, stellt die Fragen nach Schuld und Buße und betrachtet den Menschen im Zustand des Rausches. Ein Novum. Ibsen war dagegen noch ein Fels in der Brandung, der die bürgerliche Welt aus einer klaren moralischen Position angreifen konnte. Strindberg, nur 21 Jahre jünger, schreibt wie aus einer anderen Wirklichkeit – die Moderne bricht an, die festen Ordnungen lösen sich auf, der Mensch muss seine Moral und Identität in sich selbst finden. An dem Punkt beginnt die hochkarätig besetzte Inszenierung von Intendant Frank Hoffmann, in der Robert Stadlober den Protagonisten Maurice spielt.

> Die Ungewissheit des Menschen in einer sich radikal verändernden Welt, das Leitmotiv dieser Spielzeit, findet sich in Strindbergs Rausch wie fokussiert. Lassen Sie sich berauschen  

CRIME FOR CRIME

Stindberg’s Crime for Crime depicts, like no other play, the uncertainty of mankind in a world radically changing – the theme of this years’ Ruhrfestspiele.