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Kunsthalle
Saga
Kunst aus Island - Wenn Bilder erzählen

Kunstausstellung der
Ruhrfestspiele Recklinghausen 2014


Ausstellungsleitung: Ferdinand Ullrich
Hans-Jürgen Schwalm
In Zusammenarbeit: mit der National Gallery of Iceland
Norbert Weber,
Kunst in Nordeuropa,
Eckernförde
Eröffnung: 4. Mai 2014
Ausstellungsdauer: 4. Mai bis 6. Juli 2014
Öffnungszeiten: Di. bis So./Feiertags
11.00 bis 18.00 Uhr
Ausstellungsort: Kunsthalle Recklinghausen
Große Perdekamp-Str. 25-27
45657 Recklinghausen
Zusatzinformationen: Die Eintrittskarte zu Vorstellungen der Ruhrfestspiele sowie die Festivalcard berechtigen zum kostenlosen Besuch der Ausstellung.

in der kunst des 20. jahrhunderts haben abstraktion und konzeptualismus das erzählerische radikal abgelehnt. die narrative qualität von kunst stand lange unter dem verdacht des blossen scheins und »falschen bewusstseins« und rückte erst spät, etwa mit den bildwelten der »neuen wilden« oder der »neuen leipziger schule«, wieder in den blickpunkt.

In Island prägt die Erzählkunst traditionell Alltagsleben und Kultur; Mythen und Sagen durchziehen sie wie selbstverständlich. Von den frühmittelalterlichen Isländersagas bis zu den Romanen des Nobelpreisträgers Halldór Laxness hat Island bedeutende Werke der Weltliteratur hervorgebracht. Rund 1.500 neue Titel erscheinen dort alljährlich. So verwundert es nicht, dass Reykjavík 2011 als fünfte Stadt in die Liste der UNESCO-Literaturstädte aufgenommen wurde.
Die Bildkunst entwickelte sich in Island erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Sigurður Guðmundsson (1833 – 1874), genannt der Maler, war zugleich der erste Bühnenbildner Islands. Vom Einfluss der Literatur auf die bildende Kunst des Landes zeugen auch die Werke von Jóhannes Sveinsson Kjarval (1885 – 1972), dem bedeutendsten isländischen Maler der Moderne, oder die Arbeiten des international erfolgreichen Erró (* 1934), der Surrealismus und Pop Art ebenso rezipiert wie Comic und Science-Fiction. Sie bilden den Auftakt der Ausstellung, die anschließend zehn zeitgenössische Positionen vorstellt, darunter Sigurður Guðmundsson (*1942), Helgi Þorgils Friðjónsson (*1953), Steingrimur Eyfjörd (*1954), Björk (*1965) und Ólafur Elíasson (*1967).
Die Kunstausstellung der Ruhrfestspiele, die in Kooperation mit der isländischen Nationalgalerie entsteht, wirft einen einmaligen Blick auf die Kunst einer einmaligen Insel.