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Grosses Haus
©Kerstin Schomburg
 
Das Wunder von Schweden
Eine musikalische Möbelsaga
von Erik Gedeon und Klas Abrahamsson
Regie, Musik und musikalische Leitung Erik Gedeon
Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg
Premiere der Uraufführung bei den Ruhrfestspielen
Bühne: Ulrich Frommhold
Kostüme: Dagmar Fabisch
Es spielen: Katja Danowski, Tim Grobe, Andreas Grötzinger, Janning Kahnert, Dietmar Loeffler, Jana Mishenina, Philipp Otto, Sandra Maria Schöner, Samuel Weiss
Dramaturgie: Florian Vogel
Licht: Rebekka Dahnke
Regieassistenz: Alida Breitag, Corinna Popp
Bühnenbildassistenz: Lisa Überbacher
Bühnenbildhospitanz: Sarah Götz
Inspiziens: Annette Endmann
Regiehospitanz: Hauke Kleinschmidt
Kostümbildassistenz: Anja Wendler
Kostümbildhospitanz: Julia Dietrich
ikea ist schweden. abba ist schweden. strindberg natürlich. mankells wallander auch. bergman und seine unvergleichlichen filme. anita ekberg war schweden. selma lagerlöf auch. der nobelpreis ist schweden. das dynamit. die mittsommernacht. olof palme. pippi langstrumpf. aber am meisten schweden ist ikea. jeden samstag wieder. für die ganze familie.
Wer Trostpreis für Deutschland in der vergangenen Saison in der Halle Marl erlebt hat, weiß, was auf ihn zukommen könnte. Erik Gedeon kann so ziemlich alles mit Musik. Und das Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg ist musikalisch bärenstark, gesegnet mit herrlichen Stimmen, die beim „Eurovision Song Contest“ alle Ehre einlegen könnten fürs Vaterland.

 Aber diesmal ist Schweden dran. Diesmal hat Gedeon etwas anderes, Neues vor. Die singende Sitzgruppe „Bornholm“ schwelgt in Tönen, der steppende Hängeschrank „Dunsen“ fegt über die Bühne, es erklingen betörende Weisen aus der nordischen Musikgeschichte, raffiniert arrangiert. Ein „Abend zwischen Börse und Birke“ wird annonciert.

Smâland gerät in den grellen Suchscheinwerferblick, wo die Wiege jener Firma steht, die auch die Wohnungen des deutschen Mittelstandes ausrüstet. Ein Stück Familien-Saga wird mitgeliefert. Und eine schöne Lektion Wirtschaftsphilosophie: nicht die Börse, sondern die Stiftung ermöglicht einen verantwortungsvollen, sozialen, einen „guten“ Kapitalismus. Nicht Anleger bestimmen die Regeln, sondern Förderer.

Ein Hoch auf Ikea! Der Regisseur hat es mit seinem Vornamen schon zu einem Rollcontainer gebracht. Glückwunsch.