„Iphigenie auf Tauris“ geteilt durch zwei - Ein Abend von Peter Baur, Sibylle Dudek, Falko Herold, Edgar Selge und Franziska Walser
27.05.2011
Iphigenie geteilt durch zwei: Vom 31. Mai bis 3. Juni 2011 erkunden Franziska Walser und Edgar Selge gemeinsam Goethes „Iphigenie auf Tauris“ im Theater Marl. In dieser Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen mit dem Maxim Gorki Theater Berlin schlüpft Franziska Walser in die Rolle der Iphigenie, Edgar Selge spielt den Anderen – mal Iphigenies Bruder Orest, mal dessen Freund Pylades, den König der Taurer, Thoas, oder dessen Vertrauten Arkas. Die Annäherung an das Stück, an die Figuren und die Sprache, ist ein Prozess, der sich vor den Augen des Publikums vollzieht. Im Zentrum steht der Dialog, die radikale Auseinandersetzung, aus der Iphigenie ihr Gegenüber nicht entlässt. In der Konfrontation formuliert sie ihren Anspruch auf Selbstbestimmung und Akzeptanz – ein Anspruch, der das männliche Selbstverständnis in Frage stellt und ein Umdenken einfordert. Franziska Walser und Edgar Selge standen bereits zwei Mal gemeinsam auf der Ruhrfestspielbühne, in dem wunderbaren Rilke-Abend „Duineser Elegien“ (2009) und der pointierten Bosse-Inszenierung „Der zerbrochne Krug“ (2010). „Iphigenie erleidet die Wahrheit wie in den Wehen einer Geburt. Nur so wird das epochale Signal des Stücks möglich: Jede Intrige ist Verstellung, jede Verstellung ist Lüge, und die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar. Das ist humanistischer Fundamentalismus, großartig in seiner Bedingungslosigkeit.“ (Peter von Matt) Es spielen Franziska Walser, Edgar Selge Premiere bei den Ruhrfestspielen Weitere Vorstellungen Berliner Premiere Kontakt: |
















