Pressemitteilung "Marieluise" mit Hanna Schygulla
14.05.2010
Vom Star des jungen deutschen Films hat sich Hanna Schygulla, die Muse von Rainer Maria Fassbinder, zum deutschen Weltstar entwickelt. In „Marieluise“, einer Koproduktion der Ruhrfestspiele mit dem Grand Théâtre de Luxembourg, verkörpert sie nun vom 16. bis 20. Mai die bekannte Dramatikerin Marieluise Fleißer auf der Ruhrfestspielbühne. Den spannenden Monolog verfasste Kerstin Specht anlässlich des 100. Geburtstages am 23. November 2001 zu Ehren der Schriftstellerin Marieluise Fleißer. Mit ihrer bildreichen und poetischen Sprache zeigt die Autorin ein Künstlerleben, das über die scharfe Beobachtung kleinbürgerlicher Enge und politischer Unruhen, nach vielen inneren Kämpfen und Niederlagen, über sich selbst hinauswächst. Ein humorvoller und berührender Lebensrückblick. Eine junge Frau aus der Provinz bricht in jungen Jahren auf in die Großstadt. Sie sucht Anschluss an die literarische Avantgarde, lernt Feuchtwanger und Brecht kennen und lieben. Zwei Weltkriege und die genaue Beobachtung des Kleinstadtlebens schärfen ihre literarische Kraft. Zwischen 1925 und 1934 hatte Marieluise Fleißer sich in der literarischen Szene etabliert. Ihre Meinung zu literarischen Fragen und zu Beziehungsproblemen der Geschlechter galt etwas, wie ihre häufige Teilnahme an den beliebten Feuilleton Umfragen in der Weimarer Republik belegen. Während des Nationalsozialismus verschwindet sie für viele Jahre aus der literarischen Szene. Erst in den Sechzigern wird sie von Fassbinder, Sperr und Kroetz „wiederentdeckt“. Ihre Stücke „Fegefeuer in Ingolstadt“, „Pioniere in Ingolstadt“ und „Der starke Stamm“ werden an fast allen Schauspielhäusern im deutschsprachigen Raum aufgeführt. Neben zahlreichen Preisen und Stipendien erhielt Kerstin Specht 1993 den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und 2005 den Marieluise-Fleißer-Preis. MARIELUISE Deutschlandpremiere bei den Ruhrfestspielen Bühne/ Kostüme Barbara Kraft Premiere: 16. Mai 2010 um 18.00 Uhr im Kleinen Theater
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