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David Bennent übernimmt Lesung bei den Ruhrfestspielen für Vater Heinz Bennent

07.05.2010

Die für Sonntag, den 9. Mai geplante Lesung von Hölderlins „Hyperion“ mit Schauspieler Heinz Bennent wird krankheitsbedingt von seinem Sohn David Bennent übernommen. Der bekannte Schweizer Schauspieler wird ab 11.00 Uhr im Ruhrfestspielhaus Erzählungen vom russischen Schriftsteller und Dramatiker Anton Čechov lesen: „Rara avis“, „Die Freude“, „Der böse Knabe“, „Gespräch eines Betrunkenen mit einem nüchternen Teufel“, „Der Roman mit dem Kontrabass“, „Pech“, „Ein Scherz“ und „Austern“. Die bereits gebuchten Eintrittskarten für die Lesung am 9. Mai behalten weiterhin ihre Gültigkeit. 

David Bennent wurde 1966 in Lausanne als Sohn des Schauspielers Heinz Bennent (geb. 1921) und der Tänzerin Diane Mansart geboren. Sein Debüt als Schauspieler macht ihn 1979 sogleich weltberühmt: Seine Verkörperung des Oskar Matzerath in Volker
Schlöndorffs Oscar-prämierter Verfilmung von Günther Grass’ „Die Blechtrommel“.

Anschließend wandte sich David Bennent vorwiegend dem Theater zu, erhielt 1984 als einer der jüngsten Schauspieler ein Engagement an der Comédie Francaise in Paris und spielte seit 1985 an der Schaubühne Berlin. Von der Kritik euphorisch gefeiert, arbeitete Bennent gemeinsam mit Patrice Chéreau („Les Paravents“), Klaus Michael Grüber, Robert Wilson, George Tabori, Hans Neuenfels, Arie Zinger, Joel Jouanneau, Thomas Langhoff und Leander Haußmann und gehörte von 1990 bis 1997 zum Ensemble von Peter Brook, mit dem er auf Welttournee ging. Gemeinsam mit seinem Vater stand er in Becketts „Endspiel" auf der Bühne, einer international gefeierten Inszenierung, die in deutscher und französischer Sprache gespielt wurde, sowie einem Friedrich Hölderlin/Heiner Müller-Abend, bei dem er Müllers „Bildbeschreibung" rezitierte.

In dem US-amerikanischen Fantasyfilm „Legende“ (1985) spielte Bennent an der Seite von Tom Cruise den Naturmagier Honeythorn Gump. Es folgten die Spielfilme „Poem" (2003), Spike Lees „She Hate Me" (2004) und 28 Jahre nach der „Blechtrommel“ eine weitere Zusammenarbeit mit Schlöndorff mit dem Road-Movie "Ulzahn - Das vergessene Licht" (2007). 
 

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