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Die Fringe-Produktion „Flesh & Blood and Fish & Fowl” muss leider entfallen - Stattdessen glänzt Anneke Schwabe in „Gilgi“ - Theater mit Musik

15.04.2010

Die Produktion „Flesh & Blood and Fish & Fowl”, die im Rahmen des Fringe-Festivals vom 1. bis 6. Juni sowie vom 8. bis 11. Juni in der Kunsthalle gezeigt werden sollte, muss leider entfallen. 

Stattdessen präsentieren die Ruhrfestspiele das Theaterprogramm mit Musik „Gilgi“ nach dem Roman von Irmgard Keun vom 4. bis 6. Juni sowie vom 8. bis 11. Juni in der Kunsthalle. In der Titelrolle glänzt Anneke Schwabe, dem Ruhrfestspielpublikum bereits bekannt durch ihre schillernde Darstellung der „Sally Bowles“ im Musical „Cabaret“ 2007 sowie aus der Komödie „Happy End“ 2008. In der Bühnenfassung von Dania Hohmann wird Anneke Schwabe musikalisch begleitet von Simonnetta Ginelli (Harfe), Joh Weißgerber (Kontrabass) und Susanne Cordula Welsch (Violine).

Zum Stück: Gilgi, eine junge Frau im Köln der späten 20er Jahre hat ein Problem: Ihre erste große Liebe droht ihre mühsam aufgebaute Selbstständigkeit als Stenotypistin zu zerstören. Plötzlich muss sie sich entscheiden: entweder das eine oder das andere, wo sie doch glaubte, dass die Selbständigkeit die Voraussetzung für die Liebe wäre. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass die Frau, die sie für ihre Mutter gehalten hat, gar nicht ihre leibliche Mutter ist. Alles, was bisher die festen Koordinaten dieses jungen Lebens waren, beginnen zu wanken. Als sie dann auch noch schwanger wird, entscheidet sie sich zu einem radikalen Neuanfang. Sie verlässt Freund und angestammte Umgebung und begibt sich in den Großstadtdschungel von Berlin.

Irmgard Keun gelang 1931 mit "Gilgi - eine von uns" nicht nur ein früher, oft komischer Emanzipationsroman, sondern auch ein sensationelles Debüt, dem sie "Das kunstseidene Mädchen" folgen ließ. Hans Fallada lobte den Erstling als „herrlich tapferes, junges ehrliches Buch“. Kurt Tucholsky war hingerissen: „Eine schreibende Frau mit Humor! Hier ist ein Talent.“ Und Erika Mann lobte: „Fast ist es, als übersetze Irmgard Keun das Leben in Literatur“.

Die Regisseurin Dania Hohmann hat den Roman in eine beeindruckende Bühnenfassung gegossen, die viel über das Leben erzählt - auch über das Leben Irmgard Keuns. Dabei lässt sie nur eine Person sprechen: Gilgi. Doch diese schlüpft während der Erzählung ihres Lebens immer wieder in neue Rollen.

Ein fesselnder Monolog, eine schauspielerische Glanzleistung und die atmosphärisch stimmige Live-Musik mit Kontrabass, Harfe und Geige lassen diesen Theaterabend zu einem berührenden Erlebnis werden.

GILGI
von Irmgard Keun, Bühnenfassung von Dania Hohmann

mit Anneke Schwabe, Simonnetta Ginelli (Harfe), Joh Weißgerber (Kontrabass), Susanne Cordula Welsch (Violine)
Regie Dania Hohmann
Bühne Sonja Zander
Kostüme Susann Günther
Musik Christian Redl, Mark Scheibe (Arrangement und musikalische Leitung)

Termine:             4. Juni um 20.00 Uhr   /    5. Juni um 19.00 Uhr
                              6. Juni um 19.00 Uhr   /    8. Juni um 20.00 Uhr
                              9. Juni um 20.00 Uhr   /  10. Juni um 20.00 Uhr    
                            11. Juni um 20.00 Uhr    

Preise:             15,00 € Freiverkauf / 12,50 € Ermäßigt (siehe auch Preistabelle 7)

Bilder zu der Produktion finden Sie unter www.ruhrfestspiele.de (Presse/Bildarchiv).

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Verwaltungsdirektor Reinhard Strehlau telefonisch unter 02361 / 918-320 oder per E-Mail unter strehlau@ruhrfestspiele.de.


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