Pressemitteilung "Warteraum Zukunft" von Oliver Kluck (Kleist-Förderpreisträger)
17.05.2010
Leben im Warteraum Zukunft, am Ort der nicht erfolgten Revolte, hier im Vertrauen auf die Generationen davor, die Platz machen werden, die schon im Boot sitzend die Hand reichen. Um es vorwegzunehmen: das Warten ist vergebens, keine Hilfe in Sicht, es rette sich ein jeder selbst. Der Warteraum Zukunft auch als Geschichte dieses Lebens, das einfach da ist wie die Bewegung, die Kreisbewegung, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Nur ein Tag, mit Aussicht auf Zukunft, stellvertretend für all jene, die ihre Gute Nachricht in der Verwirklichung ihrer weltlichen Profession zu finden glauben. (Oliver Kluck) Oliver Kluck beschreibt in seinem Stück auf hochkomische und sprachlich brillante Weise einen jungen Mann, der in der Mechanik des Angestelltendaseins gefangen ist und auf den erhofften Karrieresprung wartet. Zwischen stumpfsinnigem Arbeitsalltag, gefühlter Hochbegabung und den Verheißungen des weiblichen Geschlechts schlittert er schließlich in die Katastrophe. Oliver Kluck wurde 1980 auf Rügen geboren. Er studierte Dramaturgie, Prosa und Essayistik. Für sein Stück „Das Prinzip Meese“ wurde er im Mai 2009 mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Berliner Stückemarktes ausgezeichnet. Dieses Stück wird im Februar 2010 am Maxim Gorki Theater Berlin uraufgeführt. Im Oktober 2009 fand am Theater Chemnitz die Uraufführung von „Zum Parteitag Bananen“ statt. Der KLEIST-FÖRDERPREIS FÜR JUNGE DRAMATIKER wird 2010 zum 15. Mal von der Stadt Frankfurt (Oder) und dem Kleist Forum verliehen. Im Rahmen einer dreijährigen Kooperation mit den Ruhrfestspielen wird die Uraufführung des jeweiligen Preisträgerstücks in Kooperation mit namhaften Theatern bei den Ruhrfestspielen stattfinden. Der Kleist-Förderpreis gehört zu den renommierten deutschen Literaturpreisen. Oliver Kluck ist der Preisträger 2010. FESTIVAL DER URAUFFUHRUNGEN Premiere: 18. Mai 2010 um 20.00 Uhr im Theaterzelt
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